>>Luftreinhaltung als kommunale Aufgabe <<

Eine lebenswerte und gesunde Umwelt ist Voraussetzung für die Attraktivität einer Stadt. Der Straßenverkehr ist Verursacher von Lärm und Luftverschmutzung. Will man die Autos nicht aus der Stadt aussperren, muss man dafür sorgen, dass die Belastung so gering wie möglich ist. Die größte und sinnloseste Umweltverschmutzung ist der Stau, wenn Autos keinen Platz zum Fahren haben. Das Aktionsbündnis hat dafür nach vielen kontroversen Diskussionen folgenden Plan erarbeitet:

Der vorhandene Verkehrsraum in der unteren Altstadt wird neu aufgeteilt und damit gleichmäßiger genutzt. Statt jeweils einer Fahrspur in eine Richtung gibt es nun zwei, und keinen Gegenverkehr mehr. Wir machen aus den Straßenzügen Luitpold-, Münchener-, Hechten- bis Theo Lauber Straße und OskarKSRM Wittmann Straße einen großen zweispurigen Kreisverkehr, den NEUBURGER RING. Damit wird die Aufnahmefähigkeit (Verkehrsstärke) von derzeit ca. 900 Fahrzeugen pro Stunde auf über 2700 verdreifacht, und die mittlere Geschwindigkeit schon ohne Stau verdoppelt. Wir haben dazu eine Rechner Simulation erarbeitet, die nicht nur die Bewegungen der Fahrzeuge ermittelt, sondern auch deren Kraftstoffverbrauch, und damit die Emissionen. Wir sehen daraus die Möglichkeit, die Emissionen mindestens zu halbieren, Staus zu vermeiden und die Sicherheit maßgeblich zu erhöhen.Dies ist ohne bauliche Veränderungen möglich, mit Ausnahme einiger Randstein Versetzungen für den nun erstmals möglichen umlaufenden Radweg in der Innenstadt. Die Fußgänger haben auf jeder Seite einen Zebrastreifen, vorzugsweise bei den Bushaltestellen. Am Bullinger Eck wird eine Fußgänger Druckampel mit verbreiterten Gehsteigen eingerichtet. Die Gefahrensituation wird deutlich vermindert, da die Fahrzeuge nur noch aus einer Richtung kommen. Die Bushaltestellen sind in Fahrtrichtung der Einbahnstraßen, halten damit zwangsläufig nacheinander an den beiden Haltestellen Hofgarten und Spitalplatz. Durch den wieder fließenden Verkehr werden die Busse pünktlicher, und die Fußgängerquerungen von Schülern weniger.

In Neuburg teilen sich statistisch ca. 30 Einwohner einen Parkplatz, in Ingolstadt ca. 20, und in Eichstätt ca. 10. Unser Plan ergibt nicht weniger, sondern mehr Parkplätze, besonders in der Münchener Straße, wo die dritte Fahrspur für die Rechtsabbieger in die Münchener Straße frei wird. Dieses gefährliche Eck für LKW entfällt, weil sie nun über 6 Meter breite Straßen (7,5 m bei Bäckerei Kaltenstadler) ohne Gegenverkehr benützen.

Die gedankliche Hürde, diesen Plan umzusetzen, ist die Tatsache, dass durch den Kreisverkehr zum Teil längere Wege gefahren werden müssen. Die Bürger werden aber sehr schnell lernen, dass diese längeren Wege in viel kürzerer Zeit als bisher, und vor Allem staufrei durchfahren werden. Der Zeitgewinn für Hin und Rückfahrt ist beträchtlich, die CO²- und Kraftstoffersparnis auch.

grklaust

 

Dieser NEUBURGER RING ist die notwendige Voraussetzung für weitere Maßnahmen zur Ampel- und Stau freien Stadt. Die nächsten Schritte sind die Einrichtung von Kreisverkehren in der Theresien- Fünfzehner Straße, der Ingolstädter- Monheimer Straße und bei der Post.

Derartige Ringverkehre werden auch in anderen Städten angedacht. Die schnelle Drehscheibe um den verkehrsberuhigten Stadtkern ist die effektivste Lösung bei vorhandenem Straßenraum zur Bewältigung der derzeitigen Verkehrs- und Luftverschmutzungs Probleme in unseren Städten. Neuburg hat dafür sehr gute Voraussetzungen einer der ersten erfolgreichen Pioniere auf dem Sektor CO² Reduzierung in Innenstädten zu werden.

Entgegen der Meinung unseres Herrn Oberbürgermeisters (siehe Interview im DK vom 5.1.2018), sind wir nicht der Meinung, dass der Ring zu Chaos und zur Katastrophe führen wird.

Chaos (griechisch) heißt das Unberechenbare. Es gibt kaum einfachere und berechenbarere Regeln als im Kreisverkehr: wer drin ist hat Vorfahrt, wer rein order raus  will muss Vorfahrt gewähren und sich einordnen.

WIR WOLLEN DAS VERSUCHEN, FÜR UNS UND UNSERE UMWELT,

 SIE AUCH ?

 

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